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Uncreation 2006
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Benedictum - Uncreation
Heavy Metal
Source: http://www.metal-inside.de/
Label Locomotive Records
Vertrieb Soulfood
Zeit 53:29 min
Tracks 11
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Ex - Malady Frontdame Veronica Freeman ist nicht nur ein richtiges Rasseweib (zudem einer gewissen Samantha Fox nicht ganz unähnlich…), sondern auch eine hervorragende Sängerin und Songwriterin, wie das BENEDICTUM Debüt "Uncreation" unter Beweis stellt. Zusammen mit Pete Wells, der auch bei Malady aktiv war, bildet sie sozusagen das dynamische Duo, was für Songwriting und Umsetzung verantwortlich. Und das, was sich die beiden da so ausgedacht haben, kann sich wirklich hören lassen. Zum Beispiel der Uptempo Opener und Titeltrack, der zum einen durch Veronicas reudiges und kraftvolles Organ getragen wird, aber ohne Wells´ Gitarrenarbeit auch nur die Hälfte wert wäre. Auffällig die stilistische Nähe zu Black Sabbath / Dio, nur mit höherer, metallischerer Intensität, die sich, genau wie die modere Produktion wie ein roter Faden durch das ganze Album zieht. Eigentlich haben BENEDICTUM alles richtig gemacht: die Songs sind stimmig, die Riffs prägnant, der Gesang vollkommen anders, als man ihn von einer Frau erwartet aber leider, leider ist die Hitdichte nicht groß genug, jedenfalls für meinen Geschmack. Der Titeltrack, "# 4" und "Wicca" sind richtige, supermelodische Ohrwürmer aber eben keine Überhammer. Denn davon gibt es leider nur einen, der es dafür aber auch in sich hat. "Valkyrie Rising" ist mit seinem mystischen Spannungsaufbau und einem sich dann fast eruptionsartig entladenen Feuerwerk einer der besten traditionellen Metal Songs, die ich seit langem gehört habe. Ein richtig kleines Feuerwerk, das man sich immer wieder anhören kann. Hätten BENEDICTUM noch ein oder zwei Geniestreiche von ähnlicher Qualität verbrochen, ich hätte den "Tipp" rausgerückt, so reicht es leider nicht ganz, was aber trotzdem niemanden davon abhalten sollte, hier mal reinzuhören. (lk)
Doro, Winterborn, Benedictum - Colos-Saal, Aschaffenburg, 28.12.2006

So direkt nach Weihnachten und noch vor dem Silvesterabsturz gab sich die deutsche Metal-Queen DORO zusammen mit BENDICTUM und WINTERBORN im Aschaffenburger Colos-Saal die Ehre - Stoff genug für die altersmäßig überraschend gemischte Fanschar - von 20 bis 50 war da alles vertreten.

Den Anfang machten die Amis von BENDICTUM. Die kannte kaum jemand der Anwesenden, dementsprechend zurückhaltend waren die ersten Reaktionen auf den doch recht harten, powervollen Sound der Band. Ab dem dritten Song, dem fetzigen "Ashes To Ashes" hatte aber Frontfrau Veronica Freeman und ihre Mannen das Publikum im sich zusehend füllenden Colos-Saal auf ihrer Seite. Mit dem folgenden Black Sabbath Cover "Heaven And Hell" - Frau Freeman geht nicht nur als Rasseweib durch, sie hat auch ein Mordsorgan und intoniert Meister Ronnie James Dio erstklassig - war das Eis dann endgültig gebrochen. BENEDICTUM zeigten mit Songs wie dem eher unkonventionellen "Uncreation" und dem eingängigen "Valkyrie Rising" warum ihr Debütalbum allseits gute Reviews einheimste. Klasse Liveleistung der Dame samt Bekleidung, auch wenn beim Gesang zum Teil mit etwas Halleffekten nachgeholfen wurde - und dafür nach knapp 30 Minuten verdienter Applaus.

WINTERBORN war dann für die meisten ein ebenso unbeschriebenes Blatt wie BENEDICTUM zuvor, kam aber nicht so gut rüber wie der erste Einheizer des Tages. Dafür war aber der Colos-Saal mittlerweile proppevoll - nicht umsonst klebte das Ausverkauft-Schild am Eingang. WINTERBORN lieferten eine halbe Stunde lang melodischen Metal der Marke Sonata Arctica mit leichter Achtziger-Schlagseite - allerdings einen Tick ruhiger als ihre finnischen Landsmänner. Trotz der fraglos guten Songs (vor allem des aktuellen Albums "Cold Reality"), eines ausgezeichneten Sängers und guter Gitarrenarbeit sprang der Funke leider nie so richtig über. Live mit der Zeit doch eher etwas langatmig im Vergleich zur Vorgängerband " und dementsprechend ein eher teilnahmsloses Publikum. Auf Grund der qualitativ guten Performance wäre mehr Beifall durchaus gerechtfertigt gewesen.

DORO wurde schon vor Beginn des Sets frenetisch gefeiert. Und Frau Pesch erfüllte, wie eigentlich schon seit 20 Jahren, die Erwartungen ihrer Fans. Zum Start gab es erst mal einige richtig alte Gassenhauer aus WARLOCK-Tagen: "Burning The Witches" und "True As Steel". Dann "Above The Ashes" " die Halbballade des aktuellen Albums "Warrior Soul", gefolgt von "Out Of Control" und dem nächsten Warlock-Klassiker "Metal Racer" vom "Burning The Witches?-Album und "East Meets West?" die Ansage war Programm - "für alle Headbanger". DORO und Band hatte sichtlich Spaß auf der Bühne. Sympathisch wie eh und je suchte die agile Frontfrau im gewohnten Outfit die Kommunikation und die Nähe der Fans. Nach einem Drumsolo der besseren Sorte folgten "Strangers Yesterday", der Gänsehautsong "Für Immer" und "Burn It Up", der Song der Footballmannschaft von Düsseldorf Rhine Fire. DORO forderte das Publikum auch nochmals zum Beifall für BENEDICTUM und WINTERBORN auf, vor allem da letztere am Tag zuvor krankheitsbedingt nicht auftreten konnten. Dann ging es mit "Hellbound" wieder voll zur Sache und beim Priest-Cover "Breaking The Law" (vom orchestralen Album "Classic Diamonds") fiel manchem Fan die Kinnlade nach unten - nicht nur stimmlich passte das, es ging auch ohne Teleprompter. Gewohnt endete der reguläre Set mit dem hundertfach mitgegröltem "All We Are" nach fast 90 Minuten.

Zur Zugabe stand dann erst mal eine Art Monster auf der Bühne - passte aber nicht so recht. Mit "Always Live To Win", "Evil?, "Metal Tango", "Warrior Soul" (dem gelungenen Titeltrack der aktuellen Scheibe)," Love Me In Black" und "You´re My Family" endete das Konzert mit einem mehr als Überlangen Zugabeteil. Viel Applaus und allseits zufriedene Gesichter wurden ins neue Jahr entlassen - so soll es ja auch sein.

(hardy)

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